Wildtier in Not – was tun?
Wir sind anerkannte Wildtierauffangstation und damit für verletzte geschützte Arten zuständig. Die Tiere werden bei uns fachgerecht versorgt und nach der Heilung wieder an ihren Ursprungsort zurückgebracht, also in die Freiheit entlassen.
In begrenzten Maße können wir Vögel (kein Wassergeflügel) und Igel aufnehmen und versorgen. Wichtig: Verletzte Tiere vorab zu einem Tierarzt in Ihrer Nähe bringen, die Kosten werden in der Regel übernommen. Informieren Sie sich vorab, ob wirklich ein Notfall vorliegt.
Wichtig ist, dass Sie als Finder*innen eines Wildtieres Ruhe bewahren, besonnen die Situation beurteilen und sich möglichst fachkundigen Rat einholen, bevor Sie handeln. Nicht immer sind die Tiere wirklich in Not und unbedachtes Eingreifen verschlimmert die Situation.
Achtung, insbesondere wenn Sie auf scheinbar verlassene Jungtiere treffen (z.B. Rehkitz, Jungfuchs, Hase, Jungvogel): wenn das Tier nicht in unmittelbarer Gefahr ist, lassen Sie es zunächst in Ruhe, fassen Sie es vor allen Dingen nicht an. Es könnte darauf hin von seiner Mutter nicht mehr angenommen werden. Beobachten Sie das Tier aus möglichst großer Entfernung oder erkundigen Sie sich bei fachkundigen Menschen.
Feldhasen bekommen häufig nur einmal am Tag Besuch von der Hasenmutter, bitte lassen Sie ein unverletztes Hasenkind, dort wo es auf seine Mutter wartet. Rehkitze werden mehrmals täglich versorgt – unsere Bitte auch hier: Wenn Sie das Tier unverletzt in der ihm vertrauten Umgebung auffinden, stören Sie es nicht. Auch der Fuchs lässt seine Jungen während der Futtersuche häufig allein. Vermeintlich hilflose Vogelkinder sollten auf jeden Fall in der freien Natur belassen werden. Nur ganz selten handelt es sich bei gefundenen Jungvögeln am Boden um verlassene, verletzte oder geschwächte Tiere, die Hilfe benötigen. Eventuell das Tier auf einen erhöhten Platz setzen (Schuppendach ect.), um es vor Katzen zu schützen. Anders bei Eichhörnchen, finden Sie Jungtiere am Boden, benötigen diese in den meisten Fällen Hilfe. (Quelle: www.wildtierschutz-deutschland.de)
Weiterführende Informationen
Bei welchem Tier was tun? Hilfestellung finden Sie unter:
https://wildtier-netzwerk.de/wildtier-gefunden-was-nun/
VÖGEL: In den allermeisten Fällen benötigen gefundene (Jung-)Vögel keine Hilfe. Ob es sich wirklich um einen Notfall handelt und was zu tun ist, finden Sie unter der Website des NABU, z.B. unter https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/helfen/01945.html
IGEL: Auch hier gilt, nicht jeder gefundene Igel ist ein Notfall. Informieren Sie sich auf https://www.pro-igel.de/. Ob ein Igel hilfsbedürftig ist, können Sie aus den folgenden Flyern entnehmen:
JAGDBARE WILDTIERE (Rehe, Hasen, Marder, Waschbären ect.): Die Aneignung eines kranken Wildtieres, das dem Jagdrecht unterliegt, bedarf der vorherigen Zustimmung der/des Jagdausübungsberechtigten bzw. der/des Revierinhabenden. Das bedeutet, Sie müssen Ihren Fund der/dem zuständigen Jagdausübungsberechtigten , dem Landratsamt oder der örtlichen Polizei unbedingt melden! Sollten Sie dies nicht oder stark verzögert tun, drohen empfindliche Strafen.
LRA Görlitz, Jagd- und Naturschutzbehörde 03581 / 6630
An Wochenenden und an Feiertagen helfen die Rettungsleitstellen weiter. Ruf: 112
Weitere anerkannt Wildtierauffangstationen finden Sie unter der Website des Landkreises Görlitz: https://www.kreis-goerlitz.de/Politik.htm/Seiten/Wildtierauffangstationen-fuer-verletzte-hilflose-oder-kranke-wildlebende-Tiere.html?






